abteitor

Burtscheid

Burtscheid, das auf eine mindestens 2.000-jährige Geschichte zurückblicken kann, ist heute mit rd. 35.000 Einwohnern ein lebendiger, aktiver Stadtteil Aachens, der mit Fug und Recht von sich behaupten kann, einer der Schönsten zu sein. Burtscheid (lat. Porcetum, frz. Borcette, Öcher Platt Botsched) wurde im Jahr 1018 erstmals urkundlich erwähnt, war aber zuvor wahrscheinlich schon eine von Kelten, aber mit Sicherheit von den Römern genutzte Ansiedlung, die bereits im ersten Jahrhundert nach Christus heiße Quellen entdeckten und diese zur Linderung ihrer Krankheiten nutzten. Die Burtscheider Mineralquellen waren jedoch mit 74°C zu heiß, um darin zu baden. Daher war es unumgänglich, das Quellwasser mit kaltem Bachwasser aus der Wurm abzukühlen. Also verdankt Burtscheid seine Entstehung und spätere wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im wesentlichen seinen über 20 Thermalquellenvorbrüchen, die zum Aachen-Burtscheider Thermalquellensystem gehören, sowie dem Bach Wurm mit seinen Zuläufen.

Im Jahr 1338 erhielt Burtscheid die Stadtrechte und war ab 1816 auch Verwaltungssitz des Landkreises Aachen, ehe es 1897 zu Aachen eingemeindet wurde. Nicht zuletzt hat es Aachen auch Burtscheid zu verdanken, dass man sich "Bad Aachen" nennen darf, denn Burtscheid ist mit seinen vielen heißen Quellen das Kurviertel Aachens. Wegen seines ruhigen und erholsamen Charakters ist es auch für Aachener ein  Anziehungspunkt, die hierher kommen, um Erholung vom Alltagsstress zu finden und in den schönen Parkanlagen spazieren zu gehen.

Zum ehemaligen Stadtbezirk gehörten neben dem Zentrum die Ortsteile Beverau, Grüne Eiche, Steinebrück und das Frankenberger Viertel.